Rezensionen

Mama Amelie und das Welpenchaos

Rezension Nr. 4
Im Zentrum des neuen Bilderbuchs aus dem Talisa-Verlag (vgl. auch die deutsch-englische Ausgabe, in dieser Nr.) steht die ansatzweise vermenschlicht dargestellte, alleinerziehende Hundemutter Amelie. 10 Welpen hat sie geboren! Weil alle Arbeit an ihr hängenbleibt, ist sie völlig ausgepowert und beschließt, ihre Freunde um Hilfe zu bitten. Opa Hase soll kochen und Eddy Esel geht gleich mit den Welpen zum Einkaufen. Doch was für ein Schreck: Übermütig springen die jungen Hunde herum und bringen den Supermarkt durcheinander – bis der Chef kommt und schimpft. Auch Eddy ist sauer und ringt den Hunden schließlich eine Entschuldigung ab. Unerwartet wendet sich dann aber alles zum Guten, denn Opa Hase und Eddy Esel veranstalten ein Fest für die Welpenschar, auch um Amelie zu sagen: „Gemeinsam sind wird stark“. Die witzigen farbenfrohen Illustrationen zeigen die Tiere mal in Nahansicht und mal in pfiffigen Übersichtsdarstellung, in denen jeder Welpe zur Geltung kommt. Erzählt wird in kurzen einfachen Reimen, die sich leicht einprägen und Kids zum Mitsprechen einladen (pro Doppelseite 4 Zeilen). Überall möglich.
ekz.bibliotheksservice GmbH | Barbara Buchmaier | ID bzw. IN 2014/24

Rezension Nr. 3
(…) Es handelt sich um eine lustige Geschichte über die allein erziehende Hundemutter Amelie, die durch ihre zehn Welpen überfordert ist. Eddy, ein Esel mit Rastalocken, erklärt sich bereit, die ganze Schar zu einem Lebensmittelgeschäft zu tragen. Der Einkauf mit den zehn Welpen entwickelt sich zu einem totalen Chaos – erst der in seinem Mittagsschlaf gestörte Ladenbesitzer, ein Nashorn, kann für Ruhe sorgen. Als die Welpen sich entschuldigen, zeigt er aber Verständnis für Amelie, und so endet die Geschichte mit einem Fest für die Welpenschar.
Der Text wurde von Alva O’Dea in deutsch- und englischsprachigen Reimen verfasst. Die lustigen Illustrationen wurden von Katharina Kubisch in Aquarell-Technik gestaltet. Kleinkinder werden dieses Bilderbuch lieben – und sicherlich bald die Verse auswendig können! (…)
Auszug aus der Rezension von Martin R. Textor, Herausgeber „Kindergartenpädagogik – Online-Handbuch“, April 2014
Vollständig einzusehen unter: http://www.kindergartenpaedagogik.de/1823.html

Rezension Nr. 2
Als Alva O`Dea in unsere Buchhandlung kam, um ihr Kinderbuch vorzustellen, spürte ich sofort: Diese Frau sprüht vor Begeisterung und weiß, wovon sie schreibt!
Das konsequent in Reimen gehaltene Buch bietet eine perfekte Mischung aus kindgerechter Handlung und pädagogischem Ansatz!
So erscheint es nicht nur in deutsch/englischer Sprache, sondern bietet darüber hinaus auch den ersten Zugang zum spielerischen Zählen.
Ebenfalls überzeugten mich der inhaltliche Aspekt und, nicht zuletzt, die wunderbaren Zeichnungen von Frau Kubisch.
Nach wenigen Einblicken war ich so von dem Buch angetan, dass ich Frau O’Dea spontan zu einem Leseabend einlud. Souverän setzte die Autorin nicht nur die Sprache ein, sondern untermalte den Vortrag auch mit gekonnten Gesangseinlagen. Die absolut positive Reaktion meiner Kundinnen gab mir 100%ig Recht!
Andrea Westerkamp, Buchhändlerin & Mitinhaberin der Buchhandlung ‚Bücher Am Lambertiplatz‘ in Lüneburg, April 2014

Rezension Nr. 1
„Tolle Geschichte, phantastische Bilder“
Das Buch ‚Mama Amelie und das Welpenchaos’/ ‚Mama Amelie and the Puppy Chaos‘ ist eine Geschichte, die sich mit dem Alltag der Kinder beschäftigt. Somit fällt es den Kindern leicht, einen Bezug zum Erzählten zu erhalten und sich damit zu identifizieren. Die Geschichte ist in beiden Sprachen in Reimform geschrieben. Die Reime sind klar und verständlich für die Kinder. Die Bilder sind sehr ansprechend – farblich schön gestaltet und klar strukturiert. Die gewählten Charaktere wirken anregend auf Kinder. Dieses Buch eignet sich sehr gut für Kinder, die zweisprachig aufwachsen, zum Erlernen einer Zweitsprache oder zum Vertiefen einer Sprache. Auch ist es als Erstlesewerk zu empfehlen.
Bettina Gregori, Erzieherin/Gruppenleitung, Tandem IMS (International Multilingual School), Zürich, April 2014
Der Text bezieht sich auf die deutsch-englische Ausgabe

ZOE & THEO-Serie

Rezension Nr. 2
Die zweisprachige Kinderbuchreihe ZOE & THEO, im Talisa Verlag erschienen, besteht aus kleinformatigen Büchern mit kurzen Geschichten in 6 Sprachkombinationen: D-Türkisch, D-Arabisch, D-Persisch, D-Kurdisch, D-Polnisch und D-Russisch!
In der kostengünstigen Reihe werden alltägliche Themen aus der Lebenswelt von Kindern aufgegriffen. In einem der Bücher finden die Zwillinge ZOE & THEO bei einem Waldspaziergang mit dem Papa, auf der Suche nach Kastanien, ein verwaistes Igelbaby. Oder sie besuchen mit der Mama und dem Baby die Bibliothek. ZOE erkennt, dass eine Bibliothek kein Ort für eine Rallye ist und Vorlesen Jung und Alt begeistern kann.
Sprachlich sind die Texte sehr einfach gehalten, mit kurzen Sätzen und wenig Text. Gerade für Kinder die zweisprachig aufwachsen und in einer Sprache nicht so stark sind wie in der anderen sind, sind Bücher wie diese sehr hilfreich und empfehlenswert.
Mit Hilfe der großformatigen bunten Bilder und auf Grund der lebensnahen Inhalte bietet es die Möglichkeit mit den Kindern über ihre Erlebnisse, Wünsche und Gefühle ins Gespräch zu kommen. Der Wortschatz in der Zweitsprache kann so vertieft werden.
Besonders gut gefällt mir auch, dass der Vater als Erziehungsperson sehr präsent ist und nicht dem klischeehaften Rollenbild entspricht. Zoes starke Persönlichkeit, sie weiß was sie will und was sie nicht will und sie weiß sich in schwierigen Situationen zu helfen, hilft Kindern ihre Identität und Persönlichkeit zu stärken.
Die kurzen und mit Witz erzählten Geschichten rund um die Zwillinge „ZOE & THEO“ sind für Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter, zum Vorlesen und auch für Erstleser gut geeignet.
Natascha Fröhlich, Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., Projektkoordination „Wir sprechen Türkisch“, September 2013

Rezension Nr. 1
Der TALISA Kinderbuch-Verlag ist auf zweisprachige Kinderbücher spezialisiert. In der ZOE & THEO-Reihe erschienen 3 Bücher zu den Themen „In der Bibliothek“, „Spielen Mama und Papa“ und „Versorgen die Tiere“.
Die direkte Umwelt der Kinder wird aufgegriffen und erleichtert so Kindern, die in zwei Sprachwelten aufwachsen, ihr Alltagsvokabular zu festigen.
Alle Bücher dieser Reihe sind jeweils in Deutsch gekoppelt mit Türkisch / Russisch / Polnisch / Arabisch / Persisch / Kurdisch erhältlich. – bmr –
Bambolino – Das Familienmagazin für Bamberg und Umgebung, Ausgabe Oktober/November 2013

ZOE & THEO versorgen die Tiere

Rezension Nr. 1
(…) Eine süße und kurze Erzählgeschichte für alle Familien, die Tiere lieben. Die drei Waldspaziergänger bringen nämlich einen Igel mit, den sie gerne für einen Tag versorgen möchten, bis sie ihn ins Tierheim bringen. Selbst die Spinne, die aus dem Keller noch gefunden wurde bekommt ein schönes Nachtlager. Auch diesen Band gibt es wieder in sechs verschiedenen Sprachen im Untertitel. Da die Geschichte sehr kurz ist, bietet sie einiges an um weiter über den Igel oder Tiere im Allgemeinen zu sprechen.
Bewertung: empfehlenswert
Ausschnitt aus der Rezension der AjuM zur deutsch-kurdischen Ausgabe, CMH Nordrhein-Westfalen, September 2013
http://www.ajum.de/index.php?s=datenbank&id=1913458

ZOE & THEO spielen Mama und Papa

Rezension Nr. 2
Zoe macht ihrem Namen alle Ehre. Der Rotschopf sprüht vor Lebendigkeit. Sie erobert phantasiereich und voller Kreativität die sie umgebende Lebenswelt. Sie schlüpft nicht nur in Mamas viel zu große Schuhe, sondern auch in die verantwortungsvolle Rolle einer beschützenden und fürsorglichen kleinen Mutter. Mit energischer Stimme fordert Zoe ihren kleinen Bruder Theo und ihren Papa auf, die selbstgebaute Höhle zu verlassen, um das schlafende Puppenbaby nicht zu stören.

Zoe steht im Vordergrund einer Szene, die nicht befremdlich wirkt, denn sie ist der Lebenswelt von Kindern nachempfunden, wenn auch nicht von allen Kindern. Das vorliegende Heft, und andere Hefte dieser Serie, sind auch in anderen Sprachen (z. B.: Arabisch, Türkisch, Russisch) aus kulturell unterschiedlich geprägten Ländern erhältlich. Was aber allen Kindern gemein ist, ist, dass sie sich ihre Welt nachahmend erobern, und dies wird in der kleinen Geschichte Zoe & Theo spielen Mama und Papa spielerisch und reduziert in zarten Farben widergespiegelt. Das Puppenbaby und das Baby der Familie tragen ein rosa-weiß gehaltenes Oberteil, blau herrscht in der Kleidung des Bruders Theo und des Vaters vor, was an traditionelle Vorstellungen geschlechtsspezifischer Farbzuordnung anknüpft. Hingegen übernimmt der Vater die Aufgabe, das Baby zu versorgen und bricht somit mit überkommenen Vorstellungen. Die das Haus schmückenden Gegenstände sind auf das für den Kontext Notwendige reduziert, sodass nichts von der Geschichte ablenkt. Unterhalb der Bilder erscheinen Sätze, in der Regel sind sie kurz, die diese Geschichte erzählerisch begleiten. Aber auch ohne Text wäre die Geschichte für Kinder erfassbar, denn die Bilder sind eindeutig.

Rezension von Dr. Anastasia Moraitis, Wiss. Mitarbeiterin Universität Duisburg-Essen, Fakultät Geisteswissenschaften – Deutsch als Zweit- und Fremdsprache, August 2013

Rezension Nr. 1
(…) Für Zoe & Theo und ihr Elternspiel lässt sich hier sagen, dass solche im positiven Sinn einfachen, klar strukturierten und thematisch kulturell allgemeingültigen Geschichten ideal geeignet sein dürften, den integrativen, Gemeinschaftlichkeit fördernden Ansatz des Verlages zu unterstützen.
Ein Nebeneinander von Sprachen, von Kulturen, von Leben gibt es bereits. Stattdessen sollte aber das gemeinsame Miteinander das Ziel sein – auf dem hier vorgestellten Weg kann es erreichbar werden.
Vollständige Rezension einzusehen unter:
http://blog.littlebigthings.de/category/alles/blog.littlebigthings.de/musterek/
30. August 2013

ZOE & THEO in der Bibliothek

Rezension Nr. 2
(…) Diese Reihe hat die besondere Eigenschaft, dass sie zweisprachig gestaltet ist. (…) Die Übersetzung des Textes ist eine gute Möglichkeit auch für ausländische Erwachsene die deutsche Sprache näher kennenzulernen.
Da diese Reihe eher auf 2-3-Jährige abzielt, ist die Förderung der eigenen Lesekompetenz nicht im Vordergrund. Allerdings ist es auch nicht ausgeschlossen, dass ältere Kinder Interesse an der Reihe zeigen können.
Die Illustrationen sind ansprechend gestaltet und wirken nicht überladen.
Bewertung: empfehlenswert
Ausschnitt aus der Rezension der AjuM zur deutsch-persischen Ausgabe,
KP NRW Nordrhein-Westfalen, September 2013
http://www.ajum.de/index.php?s=datenbank&id=1913457

Rezension Nr. 1

Die Serie “Zoe und Theo” stammt aus dem Französischen und ist so etwas ähnliches wie unsere unverwüstliche Conni. Die Hefte haben jedoch weniger Text. Die Zwillinge erleben exemplarisch allerlei für den Kinderalltag typisches. Sie machen Musik, spielen am Meer, besuchen den Zirkus und eben die Bibliothek. (…)
(…) Die einfachen, alltagsnahen Geschichten eignen sich hervorragend für Kinder, die zweisprachig aufwachsen und in einer der beiden Sprachen unsicher sind. Sie eignen sich aber auch für Migranten-Familien, die mit Hilfe dieser Hefte gemeinsam lernen wollen. Zumal genau wie in den deutschen Conni-Heften auch bei Zoe und Theo die Welt in Ordnung ist. Diese Form des Familienalltags wird überall verstanden.
Ich habe mir für die russische Ausgabe einen deutschen Testleser gesucht, der ein wenig Russisch kann. Er kam mit dem Wortschatz, der in dem Heft verwendet wird, hervorragend klar.
Ausschnitt aus der Rezension von Dagmar Eckhardt, Buchkind-Blog, 13.11.2013
buchkind-blog.de/zoe-und-theo-russisch-zweisprachige-kinderbuecher/

BOGOMIL

Rezension Nr. 8
Wer braucht schon Text, wenn es so viel zu sehen gibt? Und die Bilder erzählen ihre Geschichte auch ganz von selbst. Sie beginnt auf einem Schrottplatz, wo sich farbenfrohe, verbeulte Autos zu einem riesigen Berg türmen. Eine blaue Schrottkarre soll offenbar mit einem Seil aus dem Trümmerhaufen gezogen werden – und ein Mann mit gelbem Helm muss dafür all seine Kraft einsetzen. Beobachtet wird er dabei von einer Kindergruppe, die bereits im Vorsatz des Buches vorgestellt wird: die Freunde Hannes, Lena, Felix, Ralf, Ahmet, Anna und Fridolin. Sie alle sind natürlich neugierig, was Fridolin wohl in seiner Werkstatt mit ein bisschen Farbe aus dem blauen Auto machen wird. Und ob es dann wohl fährt? Da wird man umgehend in’s Bild gesetzt…
Vorlesen für eine Gruppe mit unterschiedlichem kulturellem und sprachlichem Hintergrund ist immer eine Herausforderung. Ein Bilderbuch ohne Text und mit „sprechenden“ Illustrationen bietet die Chance, die Kinder die Geschichte eigenständig erschließen zu lassen und damit dem kleinen Schrottplatz-Abenteuer ganz individuelle Handlungsfäden, Spannungsmomente oder Lösungsmöglichkeiten zu schenken. Farbig, fröhlich, fantasiebefördernd! Ab ca. 4-5 Jahren
März 2014 | Stiftung Lesen | stiftunglesen.de
http://www.stiftunglesen.de/service/leseempfehlungen/lese-und-medienempfehlungen/buch/1671

Rezension Nr. 7
„Sehr empfehlenswert“, für den Büchereigrundstock
In diesem Bilderbuch ohne Worte schaffen Menschen mit Ideen und Idealismus etwas, was eigentlich unmöglich erscheint. Das Bilderbuch regt an, die Geschichte zu erzählen.
(…) Das Bilderbuch zeigt die Geschichte großflächig auf Doppelseitenbildern in kräftigen Farben, die sichtbaren Pinselstriche geben den Bildern ebenso wie die Schattengebung eine besondere Note. (…)
(…) Die Leser können Geschichten erzählen, Details entdecken, sich einen Schluss überlegen und sich Gedanken über Recycling machen.
Vier ihrer Bücher standen auf der Auswahlliste für den Deutschen Jugendliteraturpreis, sie erhielt einen Preis in Italien und einen Kinderliteraturpreis der Ausländerbeauftragten der Stadt Berlin.
Ausschnitt aus der Rezension der AJuM, 26.11.2013
http://www.ajum.de/index.php?s=datenbank&id=18122112

Literaturliste zum Thema „Inklusion“
„Gemeinsam gelingen unglaubliche Dinge, ein Buch ohne Text“ – BOGOMIL
BOGOMIL ist eines der 24 von der AJuM ausgewählten Bücher zum Thema Inklusion!
http://www.julim-journal.de/pdf/jj-inklusion.pdf

Rezension Nr. 6
„Bogomil“ von Ursula Kirchberg ist ein ganz besonderes Bilderbuch, es besticht durch farbenfrohe, großformatige und lebendige Zeichnungen. Die Autorin verzichtet bewusst auf Text und will so Kinder und Erwachsene anregen, ihre eigenen Geschichten zu erfinden. So sind der Fantasie und der Sprache keine Grenzen gesetzt, und die Leselust wird schon früh geweckt. Besonders für Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, ist dieses Bilderbuch ein wahrer Glücksfall.
„Bogomil“ ist für Kinder ab 3 Jahren geeignet, kostet 14,80 € und ist im Langenhagener Talisa Verlag erschienen.
Dieser Verlag bringt hauptsächlich zweisprachige (z.B. Türkisch-Deutsch) Titel heraus und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung von Kindern, in deren Familien wenig Deutsch gesprochen wird.
Bilderbuchtipp unserer Kinderbuchexpertin aus Langenhagen Christine Jastrow, Buchandlung Böhnert

Rezension Nr. 5
Erzähle deine eigene Geschichte!
Ein Buch ohne Worte? Die Illustratorin Ursula Kirchberg schafft es mit ihren farbenfrohen großformatigen Bildern, Kindern Geschichten zu entlocken, sie in der eigenen Sprache zu erzählen und damit ihre Sprachkompetenz zu fördern. Sie sieht ihre Bücher als Fantasieangebote für Kinder. Lebendige Szenen um eine Kindergruppe und ein altes Auto entwickeln sich Seite für Seite. Die Figuren werden anfangs von Kinderhand mit Namen vorgestellt, sodass eine persönliche Beziehung entstehen kann. Ein besonderes Buch, auch für Kinder mit Sprachproblemen.
Ursula Stecher-Stiening, Lesewelt Ortenau e.V.
lesewelt-ortenau.org/buchtipps/b%C3%BCcher-zur-sprachf%C3%B6rderung/

Rezension Nr. 4
Ein Wunsch geht in Erfüllung
Fridolin wünschte sich nichts mehr, als eines Tages ein eigenes Auto zu besitzen. Das müsste gar nicht groß oder ein besonderes Fabrikat sein, und neu schon gar nicht – nur fahrtüchtig sollte es sein. Doch Fridolin hatte wenig Geld. Genug zum Leben schon, aber zu wenig, um sich ein fahrtüchtiges Auto zu kaufen. Da hatte Fridolin eine Idee. Er wusste, dass es in der Nähe seiner Wohnung eine alte Autowerkstatt gab und fragte, ob er die für einige Zeit mieten könnte. Das klappte, weshalb sich Fridolin eines Tages auf den Weg zum Schrottplatz machte, um dort ein passendes Auto für sich auszusuchen…
So oder ähnlich könnte ‚Bogomil‘ beginnen. Könnte, denn ‚Bogomil‘ erzählt in farbintensiven Kreidezeichnungen – ohne Worte! Worte, die zur Geschichte gehören, finden sich nur auf dem Vorsatzpapier des Bilderbuches, nämlich die Namen der Protagonisten: Fridolin und Bogomil, das Auto, außerdem die Namen der Kinder, zu denen sich im Laufe der Geschichte eine Freundschaft entwickelt.
Das alles erfordert eine genaue Betrachtung der Bilder Ursula Kirchbergs, deren erstes Bilderbuch bereits 1967 erschienen ist. Seither hat sie mit vielfältigen Illustrationsstilen Texte sowohl für Kinder als auch Erwachsene bebildert. Ihr neuestes Werk ist ‚Bogomil‘, die Geschichte eines Autos, das bereits auf dem Schrottplatz gelandet war und dank Fridolin – oder vielmehr Felix, der Bogomil inmitten der Autoberge entdeckte – quasi eine Wiedergeburt erleben durfte. Das ist natürlich politisch nicht korrekt, denn alte Autos, bei denen vermutlich die Abgaswerte nicht stimmen, gehören ausgemustert. Aber wer so denkt, hat den Tenor der Geschichte nicht begriffen, der von der Erfüllung eines Lebenstraumes erzählt – und wie wichtig Menschen in entscheidenden Situationen des Lebens sind! Menschen, aus denen Freunde werden können, wie gleichfalls in den Bildern zu lesen ist.
Beim flüchtigen Betrachten erschließen sich diese Zusammenhänge nicht. Wird das Bilderbuch jedoch mit Muse und kompetenten Gesprächspartnern betrachtet, taucht man in eine Geschichte ein, deren Facetten sich erst im Laufe der Zeit erschließen. Warum hat Fridolin die Werkstatttür zunächst abgeschlossen? Weil er ungestört arbeiten will? Oder weil ihn die Kinder nerven? Und warum lehnt Felix traurig mit dem Rücken an der Hauswand? Fragen über Fragen, die im Dialog mit Kindern zu einer lebendigen Bilderbuchbetrachtung führen, bei der übrigens Kinder und Erwachsene gleichermaßen gefordert sind. Zwar können die auf eine größere Lebenserfahrung zurückgreifen, doch haben viele Erwachsene mit dem Erlangen der Lesefähigkeit ihr Talent der intensiven Bildbetrachtung eingebüßt, das Kindern noch innewohnt. Insofern bringen Erwachsene in den Dialog den Vorsprung an Lebenserfahrung mit, den Kinder durch ihre genauere Beobachtungsgabe ausgleichen. Ein Dialog, der übrigens nicht an eine Sprache gebunden ist, denn – ohne Worte – ist ‚Bogomil‘ auch ohne Übersetzung für den Klang vieler Sprachen offen!

Barbara Knieling für Lesen-mit-Kindern, Januar 2013

Rezension Nr. 3
„Musik und die bildenden Künste verbinden Menschen über alle Sprachbarrieren hinweg, eröffnen Bekanntschaften und Freundschaften und regen zum gemeinsamen Nachdenken und Fantasieren ein.“
Fantasie, Einfühlungsvermögen und gute Beobachtungsgabe sind wohl die wichtigsten Eigenschaften welche die jungen Leserinnen und Leser beim Betrachten des „Bilderbuches ganz ohne Text“ mitbringen sollten. Denn zum Entdecken gibt es viel in den bunten und großflächigen Kreidezeichnungen, welche die Geschichte von Fridolin erzählen, einem jüngeren Mann, der sich den Traum vom eigenen Auto zu erfüllen sucht.Von einem Schrottplatz holt er sich einen ausrangierten blauen PKW, den er mit einem Seil in seine Autowerkstatt zieht. Dabei kommt er auf der Straße einer Gruppe Kinder entgegen, die sich gerade beim Seilspringen die Zeit vertreibt. Neugierig verfolgen sie, wie Fridolin damit beginnt, in seiner verschlossenen Werkstatt das Auto zu reparieren, nur Felix steht beleidigt mit dem Rücken zur Werkstatttür und zeigt demonstrativ Desinteresse.
Währenddessen gehen die Reparaturarbeiten am Auto zügig voran und Fridolin ist schon dabei seinem neuen Auto den letzten Farbschliff zu geben. Bei der ersten Ausfahrt helfen die Kinder fleißig mit, das Auto anzuschieben, blicken aber enttäuscht nach, als das Auto davonfährt. Umso glücklicher zeigen sich alle, als Fridolin anhält, um alle Kinder ins Auto einsteigen zu lassen. Aber das Auto hält nicht, bricht zusammen und kann nur noch vom Abschleppdienst abgeholt und wieder dorthin zurück gebracht werden, von wo es hergekommen war. Tieftraurig begleiten Fridolin und die Kinder das Auto zum Schrottplatz, als Felix eine Entdeckung macht, die allen die Freude wieder zurück bringt.Ursula Kirchberg erzählt ihre Geschichten mit wenigen kleinen Gesten. Zu Beginn werden die Helden des Buches in Kinderhandschrift namentlich vorgestellt. Den Rest der Handlung gilt es aus den bunten Illustrationen zu lesen, zu deuten und zu erträumen. Wir erleben die Mühe und Anstrengung des jungen Mannes hautnah mit, der sein Wunschauto mit der Hand vom Schrottplatz zieht. Aber auch die Reaktion der Kinder, die ihm dabei zu sehen, ist so vielfältig wie das Leben selbst: Staunen, Lachen, Neugierde, Verwunderung … Alles lässt sich finden.
Ursula Kirchberg ist ein wunderbares Buch ohne Sprache und für alle Sprachen gelungen, das die Fantasie der jungen Leserinnen und Leser beflügelt und zum Erzählen und Entdecken einlädt. Ein schönes Buch zum gemeinsamen Betrachten und Gespräch zwischen Kindern und Erwachsenen auffordert.
Mag. phil. Andreas Markt-Huter | Lesen in Tirol, 14-02-2012

Rezension Nr. 2
Eine Geschichte ganz ohne Text. Die Kinder beobachten, wie ein Auto vom Schrottplatz renoviert wird. Aber das Auto ist zu klein für so viele Menschen. Nach der ersten Enttäuschung wird ein Camper-Bus als Nächstes renoviert – und dieses Mal mit Hilfe der Kinder. Das ist ein Erfolg und alle dürfen mit dem Bus gemeinsam losfahren. Wohin die Gruppe fährt, bleibt ein Geheimnis und bietet viele Gesprächsanlässe: „Vielleicht fahren sie ans Meer.“ „Nein, doch lieber zum Picknick im Wald.“
Diese Geschichte lässt sich in jeder Sprache erzählen, hier gibt es kein Richtig und Falsch. Solche Bücher ohne Text sind bestens geeignet für Eltern, die Angst haben, „falsch“ vorzulesen. Auch Eltern, die eine Sprache sprechen, in der es kaum Bilderbücher gibt, haben hier ein Buch „in ihrer Sprache“. Die Bilder haben einen besonderen Reiz und stellen eine gute Alternative zu den sehr vollen Seiten der Wimmelbücher.
Ausschnitt aus „Neue Ideen für die Leseecke – zu Hause oder in der Kita“
von Nicola Küpelikilinc, November 2012

Rezension Nr. 1
Bogomil von Ursula Kirchberg, im Talisa Verlag erschienen, ist eine neue Art von Buch das in unseren heutigen globalisierten Gesellschaft immer wichtiger wird. Es ist ein Buch mit großformatigen Bildern voller kleiner Details, ohne Text. Vielfalt wird auf eine ganz natürliche Art darstellt. Die Fantasie der Kinder und Erwachsenen wird anregt. Es regt auch zum genauen Gucken und Hinterfragen ein.
Es eignet sich für alle mehrsprachigen Familien und Kinder, für all jene die mit ihren Kindern Sprachen sprechen, die nicht verschriftlicht sind und auch für diejenigen die Sprachen sprechen, die in Deutschland selten sind und in denen es kaum Kinderbücher gibt. So ist das Buch eine hervorragende Hilfe, die Herkunftssprache auch als Bildungssprache zu fördern.
Natascha Fröhlich, Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., Projektkoordination „Wir sprechen Türkisch“, September 2013

Neue Nachbarn, neue Freunde

Rezension Nr. 5
Buchtipp: Neue Nachbarn, neue Freunde – Yeni komsular, yeni arkadaslar
Wenn alle Freunde aus anderen Ländern hätten, wären die Menschen netter zueinander“, hat Bernhards Oma immer gesagt. Trotzdem ist er anfangs gar nicht begeistert von den neuen türkischen Nachbarn. Erst langsam kommt er Melek und Burak näher und die Kinder freunden sich an. Nebenbei lernt Bernhard –und der Leser- viel über die türkische Kultur: was Ramadan ist, warum Türken kein Schweinefleisch essen und vieles mehr. Ein tolles Buch in deutsch und türkisch erzählt, in dem auch Erwachsenen eine Menge lernen können. (…)
Empfehlung aus der Redaktion, Zeitschrift ‚Alsterkind‘
http://alsterkind.com/artikel/buch-und-hoertipps/buchtipp-neue-nachbarn-neue-freunde-yeni-komsular-yeni-arkadaslar/

Rezension Nr. 4
Arkadas olmak – Freunde werden
(…) »Yeni komsular, yeni arkadaslar – Neue Nachbarn, neue Freunde« ist so aufgebaut, dass man immer eine Seite auf Deutsch und eine auf Türkisch lesen kann.
Erzählt wird die Geschichte von Bernhard, der anfangs gar nicht so begeistert ist, dass ins Nachbarhaus Türken eingezogen sind. Irgendwie ist ihm das zu fremd; er fühlt sich unsicher. Seine Eltern sind da zum Glück weit weniger kompliziert und nehmen die Einladung ihrer neuen Nachbarn, zum Abendessen vorbeizukommen, gerne an. Mault Bernhard am Anfang noch ziemlich rum – was interessiert ihn etwa Ramadan?! –, legt er doch seine skeptische Haltung allmählich ab. Er muss sich eingestehen, dass Burak und Melek langsam aber sicher gute Freunde werden, und dass es ihm immer mehr Spaß macht, etwas aus ihrer Kultur zu erfahren. Umgekehrt begeistert er die beiden türkischen Kinder für seine Hobbys und bringt ihnen viele Dinge bei, die ihm wichtig sind. Neben der Geschichte gibt es viele Hintergrundinformationen. Deutsche Kinder können hier zum Beispiel erfahren, warum Türken kein Schweinefleisch essen. Außerdem ist ein türkisches Rezept abgedruckt, das zum gemeinsamen Nachkochen anregt. Hier werden also nicht nur die Sprachen Türkisch und Deutsch vermittelt, sondern auch kulturelle Besonderheiten.Ein tolles Buch für zweisprachig aufwachsende Kinder, aber auch für deutsche, die mal in die Sprache ihrer Freunde hineinschnuppern wollen, findet Eure Maren
Maren Bonacker, Buchtipp der Woche, 22. Februar 2014, Kinderseite, S.62,“Gießener Allgemeine“

Rezension Nr. 3
Trotz der reichen Illustrationen wendet sich dieses schöne Buch an Selbstleser; der Text ist zweispaltig gesetzt, die linke Spalte deutsch, die rechte türkisch. Diesmal sind es ein paar Jungen, die im Mittelpunkt stehen, allen voran der deutsche Junge Bernhard, der sich eines Tages ganz plötzlich mit türkischen Jungen konfrontiert sieht, die in die allernächste Nachbarschaft gezogen sind. Das passt ihm eigentlich gar nicht, und so wundert es nicht, wenn er mit ihnen nicht viel zu tun haben will und sich ablehnend verhält. Aber Burak und Melek geben so schnell nicht auf und „bombardieren“ Bernhard mit ihren Kontaktversuchen.
Und Bernhard gerät ins Nachdenken, lernt nicht nur die beiden Kinder besser kennen (und muss sich gar nicht so viel über sie ärgern wie gedacht), sondern spricht auch mit seiner Mutter und seiner lebensklugen Oma über sie, muss automatisch über andere Lebensformen nachdenken, je mehr er von der Familie kennenlernt und erfährt.
Sieben Kapitel führen den Leser durch ein ganzes Stück türkische, aber auch deutsche Kultur. Da geht es um das Familienleben und das Schulsystem, um die Religion und Ramadan, um Sport und Feuerwehr und um geschichtliche Ereignisse, vor allem der Stadt Istanbul, all das spannend und klug vermittelt, aus dem Alltag und Umfeld der Jungen heraus motiviert, so dass nichts aufgesetzt oder gekünstelt wirkt. Dazwischen erfährt man ein bisschen über die türkische Sprache, das Alphabet mit den besonderen Buchstaben, die das Deutsche nicht kennt, über das Kinderfest und das 5-Steine-Spiel – wohldosierte Informationen, mit denen man schon viel anfangen kann, die sehr zum Verständnis einer fremd anmutenden Kultur beitragen.
Wer hingegen den türkischen Text liest, der wird einiges über Deutschland lernen, denn Bernhard kontrastiert das, was er von seinen neuen Freunden hört, mit dem, was er kennt und das gibt er auch Burak und Melek weiter: geschickt genutzte Neugier und Unvoreingenommenheit von Kindern.
Kaum zu glauben, dass der TALISA Verlag mit seinem schönen Programm wirklich eine Eine-Frau-Betrieb ist, denn den Erfolg den er zu verzeichnen hat, schuldet er ganz sicher dem tiefgehenden Verständnis beider Kulturen seiner Inhaberin, die ein deutliches Beispiel ist, dass man an zwei Stellen zu Hause sein und dies als Bereicherung empfinden kann. Wenn man nur genügend versteht, von der Sprache und den Hintergründen. TALISA trägt deutlich dazu bei.
© www.alliteratus.com 2012 | Dr. Astrid van Nahl | http://www.alliteratus.com/pdf/vl_talisa.pdf

Rezension Nr. 2
(…) Das Buch NEUE NACHBARN, neue Freunde aus dem TALISA Verlag beschreibt sehr schön wie sich zwei fremde Kulturen kennen lernen und sich aus vorhandener Skepsis und Unwissenheit langsam Vertrauen und sogar Freundschaft entwickelt.
Der Protagonisten Berni, Burak und Melek sind sich anfangs noch relativ fremd, wobei die beiden türkischen Kinder sehr weltoffen sind und Berni erst noch mit seinen Vorurteilen zu kämpfen hat. Mit der Zeit werden aus den Dreien aber Freunde und alle stellen fest, wie toll es ist Freunde aus anderen Kulturen zu haben. Sie lernen voneinander und werden gute Freunde.
Der Leser erfährt in diesem Buch sehr viel über die beiden Kulturen „türkisch & deutsch“. Man lernt sowohl die türkischen als auch die deutschen Bräuche kennen. Erfährt welche Feiertage es gibt, was in einer türkischen Familie anders ist usw. Die Geschichte ist zweisprachig enthalten, auf der linken Buchseite steht der Text in Deutsch und auf der rechten Buchseite ist er in türkischer Schrift abgedruckt. So ist das Buch z.B. ideal für den Deutschunterricht in gemischten Klassen. Oder aber auch, um Kinder beizubringen, daß auch wenn man aus unterschiedlichen Kulturen kommt, man keine Vorurteile haben sollte.(…)
(…) Neue Nachbarn, neue Freunde hat die Zielgruppe: Grundschule 3./4. Klasse, wobei ich denke, daß es auch für ältere oder Zweitklässler durchaus schon lesenwert sein könnte. Auch als Vorlesebuch finde ich es geeignet, um Kinder schon früh an andere Kulturen heranzuführen und das Verständnis für diese zu schaffen.
Besonders schön finde ich, daß man viele Hintergrundinformationen bekommt, z.B. erfährt man, warum Türken eigentlich kein Schweinefleisch essen, welchen Sinn das überhaupt hat usw. Auch ist in dem Buch eine türkische Geschichte, sowie ein türkisches Rezept, eine gezeichnete Landkarte und noch viel mehr Wissenswertes enthalten. Ein Buch, welches ich wirklich weiterempfehlen kann. (…)
Ausschnitt aus der Buchempfehlung von Kibulo Solitary, 23. Mai 2012;
Leider hat der ‚Kinderbuchlotse‘ seinen Betrieb eingestellt.

Rezension Nr. 1
(…) Ich finde das Kinderbuch „Neue Nachbarn, neue Freunde“ mehr als nur gelungen. Die Autoren sprechen hierbei nicht nur die bestehenden Vorurteile an, sondern sie gehen noch einen Schritt weiter und zeigen, wie sich diese wieder auflösen können. Ausschlaggebend dafür ist die Offenheit, die man der anderen, fremden Kultur entgegenbringt. Dies ist oft schon der Schlüssel zur Bewältigung der bestehenden Vorurteile.
Des Weiteren erfährt der Leser viele Informationen über die türkische sowie die deutsche Kultur. Es werden verschiedene Bräuche, Feste und Rituale angesprochen und erklärt. Dabei stellt man als Leser einige Unterschiede, aber auch einige Gemeinsamkeiten der beiden Kulturen fest. Auch werden Hintergrundinformationen über die Türkei, z.B. das Land, die Hauptstadt, Einwohner sowie die geschichtlichen Hintergründe, kindgerecht thematisiert, sodass der Leser einen allgemeinen Einblick in die gesamte türkische Kultur und Lebensweise bekommt. Die zahlreichen Informationen sind auch ausschlaggebend zur Bewältigung von bestehenden Vorurteilen.
Besonders gut gefällt mir, dass die Geschichte zweisprachig erzählt wird. Der deutsche Text ist auf der linken Spalte abgedruckt und den türkischen Text sieht man auf der rechten Buchseite. Somit kann man das Buch auch hervorragend zur interkulturellen Arbeit mit Kindern verschiedener Kulturen einsetzen. Gerade in sozialpädagogischen Einrichtungen, z.B. Hortgruppen oder an Grundschulen kann man dieses Kinderbuch exzellent verwenden, um Vorurteile zu beseitigen, türkische Kinder zu integrieren oder Wissen über die türkische sowie deutsche Kultur zu vermitteln. Außerdem geht es bei dem zweisprachigen Kinderbuch auch intensiv um das Thema Freundschaft. Gezielte Fragen wie z.B. „Was ist eigentlich ein Freund?“ regen die Kinder hierbei zum Nachdenken oder sogar zum Philosophieren an.
Das Kinderbuch beinhaltet zudem noch zwei Rezepte, eine türkische Geschichte sowie eine Landkarte der Türkei.
Fazit: „Neue Nachbarn, neue Freunde“ ist ein ausgezeichnetes Kinderbuch, welches zwei Kulturen zueinander führt. Die Zielgruppe richtet sich in etwa an Kinder der Grundschule, das heißt circa von acht bis elf Jahre, wobei das Buch sicher auch manche Erwachsenen zum Nachdenken anregen und somit auch ihre Sichtweisen ein Stück weit verändern könnte.
Insgesamt ein wunderbares, pädagogisch sehr wertvolles Kinderbuch, welches sich dafür eignet Vorurteile bezüglicher fremder Kulturen abzubauen und zugleich Wissenswertes über die Türkei kindgerecht vermittelt. Sehr empfehlenswert!
Ausschnitt aus der Buchempfehlung Kibulo Julia, 1. Juni 2012;
Leider hat der ‚Kinderbuchlotse‘ seinen Betrieb eingestellt.

Unser Titel im Fernsehen!
Buchtipp: Neue Nachbarn, neue Freunde, aus der TV-Sendung „Hallo okidoki“, ORF eins, Erstsendung am 23.03.2013, ©ORF, 2013
https://www.facebook.com/photo.php?v=552816728087834&set=vb.190970020939175&type=2&theater

Leyla und Linda feiern Ramadan

Rezension Nr. 6
Eingebunden in eine schöne Kinderfreundschaft erzählen Arzu Gürz Abay und Sibel Demirtas die Geschichte des türkischen Mädchens Leyla und ihrer deutschen Freundin Linda, die beide in Köln wohnen. In den Sommerferien besucht Leyla die Großeltern in Ayvalik, und weil Lindas Familie gar nicht so weit davon entfernt Ferien macht, ist sie mitsamt den Eltern ein paar Tage bei den türkischen Freunden eingeladen – Zeit genug, all das zu entdecken, was anders und neu für Linda ist. Und dieses Anderssein wird ganz bewusst dargestellt und empfunden: als etwas, das das eigene Leben bereichert und die Erfahrungen erweitert. Unvergessliche Erlebnisse, sehr schön ausgewählt: Hier gibt es keine Theorie, keine langatmigen Erklärungen; hier kommt Leyla zu Wort, die Linda völlig altersgerecht erklärt, was sie da sieht, was sie erwarten wird und was das bedeutet. Das weckt Spannung, Interesse, Aufmerksamkeit, und am Ende steht das Verständnis. Und wir wissen: Angst haben muss man nur vor etwas, das man nicht versteht, weil es manchmal bedrohlich wirkt oder man es völlig falsch interpretiert. Kinder sind von Natur aus offen und vorurteilsfrei, gehen interessiert an Fremdes heran, wenn man sie nur lässt, saugen wie ein Schwamm Informationen und setzen sie in ihr eigenes Leben um. So auch Linda. Schon Kinder, die nicht lesen können oder die gerade niemanden parat haben für das Vorlesen, verstehen große Teile des Buches, weil Sibel Demirta? es so schön illustriert hat, fröhlich, unbeschwert, bunt, als Türkin natürlich fehlerfrei, mit Betonung all dessen, was wirklich wichtig ist. Ihre Bilder fangen das oft ungewohnt bunte Treiben ein, zeigen das so andere Aussehen von Gotteshäusern, werfen einen Blick in das alltägliche Leben der (Groß-)familie und zeigen doch trotz allem Ähnlichkeiten auf und das, was verbindet. Dabei erfährt Linda viel über die Religion, die einen noch anderen Stellenwert einnimmt als bei uns, und den Alltag prägt, ganz besonders im Fastenmonat Ramadan. Brauchtum, Verhaltensweisen, Ereignisse werden unmittelbar aus der Sicht beider Kinder erlebt. Dem deutschsprachigen Text auf der linken Seite der Aufschlagseiten steht rechts der türkische gegenüber – und die Bilder sind die Brücke zwischen den beiden Kulturen und Religionen.
© www.alliteratus.com 2012 | Dr. Astrid van Nahl | http://www.alliteratus.com/pdf/vl_talisa.pdf

Rezension Nr. 5
Leyla stammt aus der Türkei und lebt mit ihren Eltern in Deutschland. Der alljährliche Besuch bei den Großeltern in der Türkei findet in diesem Sommer während des Ramadan statt. In einfachen Worten wird auf Deutsch und Türkisch erzählt, was zum islamischen Fastenmonat gehört. Vom Wecken durch den Trommler bis zu den Mahlzeiten im Dunkeln nimmt Leyla, die noch nicht fastet, an den Ereignissen teil. Ein Besuch ihrer deutschen Freundin Linda wird zum Anlass, die Bräuche rund um Ramadan genau zu betrachten. Linda erkundigt sich nach den Gebeten, fragt nach dem Müezzin und nach Mekka. Schön am Ende der Hinweis, dass sich Linda an Weihnachten erinnert fühlt, der Kindern den Stellenwert dieses Festes für die Muslime verdeutlicht, das für sie so wichtig ist wie Weihnachten für die Christen. Die Illustrationen veranschaulichen den Text, der den gelungenen Versuch unternimmt, Brücken zwischen unterschiedlichen Kulturen zu bauen, indem er über Unterschiede informiert (vgl. die engl. Ausgabe, ID-B 50/11). Sehr gern breit für Kinder im Kindergartenalter empfohlen und sicher auch im schulischen Bereich verwendbar.
Andrea Wanner, EKZ Bibliotheksservice, Begutachtung in der ekz-Publikation, ID bzw. IN 2011/50

Rezension Nr. 4
Sommer in der Türkei!
Leyla lebt mit ihren Eltern in Deutschland. Doch jedes Jahr besuchen sie in den Sommerferien ihre Großeltern, Cousinen, Tanten und Onkel in der Türkei. Diesmal gibt es noch etwas Besonderes, sie feiern dort zusammen den Ramadan – die Fastenzeit – und danach das Zuckerfest. Und nun freut sich Leyla, weil ihre beste Freundin Linda zu Besuch kommt. So lernt Linda dort andere Bräuche, Lieder und Leckereien kennen.
In gut verständlichen Texten, untermalt von wunderbaren Farbbildern, wird hier die Kultur unserer Nachbarn vorgestellt und Verständnis für deren Welt geweckt. Und das Tollste: das Bilderbuch gibt es auch in Deutsch-Türkisch, Deutsch-Englisch und Englisch.
Ursula Stecher-Stiening, Lesewelt Ortenau e.V., Juli 2013
www.lesewelt-ortenau.org/buchtipps/besondere-b%C3%BCcher/

Rezension Nr. 3
„Während Ramadan fasten die Erwachsenen. Das bedeutet, sie essen und trinken den ganzen Tag nichts. Sie stehen in der Nacht auf, um das letzte Essen vor dem Sonnenaufgang zu sich zu nehmen.“ (8)
Leyla, ein türkisches Mädchen aus Deutschland, verbringt ihren Sommerurlaub jedes Jahr mit ihren Eltern in der türkischen Hafenstadt Ayvalik, wo ihre Großeltern und Verwandten leben. In diesem Jahr fällt ihre Urlaubsreise genau in den Fastenmonat Ramadan.
Leyla fühlt sich wohl in Ayvalik und genießt das bunte Treiben auf dem Markt und am Strand. In diesem Jahr ist manches anders, weil während ihrer Urlaubszeit auch der Ramadan stattfindet, wo die Erwachsenen während des Tages fasten und erst nach Sonnenuntergang etwas Essen und Trinken dürfen. Sie machen dadurch die Erfahrung, wie es „für sehr arme Menschen ist, eine lange Zeit nichts zu essen und zu trinken (8).“
Als Kind braucht Leyla noch nicht fasten und kann die Ramadanzeit ganz unbeschwert wahrnehmen. Sie verfolgt den Trommler, der die Menschen in der Nacht zum Essen weckt und dabei fröhliche Melodien und Reime singt.
In diesem Jahr erhält Leyla Besuch von ihrer Freundin Linda, die auf der nahe liegenden Insel Lesbos mit ihrer Mutter Urlaub macht und das Ende der Fastenzeit noch mit ihrer Freundin miterleben kann. Leylas Großvater erklärt Linda die Aufgabe des Muezzins und die Bedeutung des Gebets für Muslime. Als die beiden Familien zu Abend essen, wird mit einem lauten Kanonenschuss die Fastenzeit beendet. In den folgenden zwei Tagen erfährt Linda viel aus dem religiösen Leben ihrer Freundin Leyla.
„Für Linda waren die zwei Tage abenteuerlich und aufregend. Ihre Teilnahme an der Ramadan Feier erwärmte ihr Herz, denn es erinnerte sie an die Weihnachtszeit die sie mit ihrer eigenen Familie verbringt.“ (34)
Arzu Gürz Abay gelingt es geschickt, wissenswertes über den Islam und speziell über den Fastenmonat Ramadan mit einer liebenswerten Freundschaftsgeschichte zu verknüpfen. Die freundliche Aufnahme der deutschen Familie und ihr Mitwirken am religiösen Leben, hilft die Neugier und das Verständnis der jungen Leserinnen und Leser für kulturelle Unterschiede und religiöses Brauchtum zu wecken. Verständlich und kurzweilig werden dabei auch wichtige Rituale erklärt und Hintergrundinformationen geboten.
„Leyla und Linda feiern Ramadan“ ist ein überaus schön gestaltetes Buch, das ein wichtiges religiöses Fest aus muslimischer Sicht beschreibt und allen jungen Leserinnen und Lesern gerne weiter empfohlen werden kann. Das Buch ist als zweisprachige Ausgabe sowohl in Deutsch und Türkisch als auch in Deutsch und Englisch erhältlich.
Rezension von Mag. Phil Andreas Markt-Huter, Lesen in Tirol, 18. Januar 2012
lesen.tsn.at/node/1367

Rezension Nr. 2
Handlung / Charaktere: Dieses Buch ist farbenfroh und kindgerecht illustriert und bietet sowohl Kindern als auch deren Eltern einen kleinen Einblick in exotische bzw. in diesem Fall orientalische Bräuche und Traditionen. Es wird hier nicht nur der religiöse Hintergrund, wie im Titel beschrieben erläutert, sondern man lernt durch die zwei kleinen Mädchen auch den Alltag des Volkes kennen und hat somit meines Erachtens auch mal einen ganz anderen Blick auf die Türkei und das Leben Vorort. Diese besondere Freundschaft zeigt ganz deutlich, wie unvoreingenommen und offen Kinder mit unterschiedlichen Kulturen umgehen. Sie empfinden keine Angst vor Fremdem und sind neugieriger als Erwachsener. Auch für Eltern, deren Kinder bereits heutzutage schon sehr früh an andere Sprachen heran geführt werden, wie zum Beispiel Englisch ist dieses Buch wirklich eine tolle Lektüre. Somit haben Kinder und Eltern zweisprachiger Familien, ob in türkischer oder englischer Sprache die Gelegenheit Ihre vielleicht neu erlernten Sprachkenntnisse oder gar die Muttersprache auf eine leichte und altersentsprechende Art zu erlernen. Die Covergestaltung mit dem Mix aus kindgerechten Bildern und den Olivenzweigen auf der Rückseite ist passend zu beiden Orten, je in der Türkei und auch in Griechenland perfekt gewählt und rundet die Aufmachung ab.
Meine persönliche Meinung: Ein wunderbares Buch, das Einblick in die muslimischen Bräuche bietet. Kindgerecht erklärt, wunderschön bunt und mit Liebe zum Detail illustriert von Arzu Gürz Abay geschrieben und illustriert von Sibel Demirtas. Für mich ist das besondere an diesem Buch auch der Ort Ayvalik an dem die Geschichte spielt, weil es ein sehr kleines Fischerörtchen an der türkischen Ägäis ist aus dem meine Mutter ursprünglich stammt. Ich persönlich bin Zweisprachig erzogen worden und finde es besonders wichtig dem Kind auch die Muttersprache und die deutsche Sprache gleichmaßen zu vermitteln. Dieses Buch bietet, wie ich finde den perfekten Einstieg und vorallem eine einfach Lernweise sowohl die Sprache betreffend als auch kulturelle Einblicke zu gewähren. „Leyla und Linda feiern Ramadan“ ist sowohl in Türkisch/Deutsch als auch in Englisch/Deutsch erhältlich und somit nicht nur für türkischstämmige Kinder ein reines Lesevergnügen das sich über 34 Seiten erstreckt. Da diesen Monat am 20. die Fastenzeit Ramadan beginnt und einen Monat später mit einem besonderen Fest endet, wo auch Kinder das ein oder andere Geschenk erhalten, wäre das mal ein ganz besonderes Geschenk, dass nicht zwingend nur aus Süßigkeiten besteht, sondern auch den perfekten Abschluss dieses besonderen Monats bildet.
Rezension von Aygen, 19.7.2012
http://www.buecherkaffee.blogspot.de/2012/07/rezension-aygen-leyla-und-linda-feiern.html

Rezension Nr. 1
Leyla und Linda feiern Ramadan von Arzu Gürz Abay, im Talisa Verlag erschienen, ist ein Buch nicht nur über eine Freundschaft zwischen zwei Mädchen, sondern auch über den Ramadan in der Türkei und islamische Rituale und Traditionen.
Leyla und Linda, die beide in Deutschland leben und miteinander befreundet sind treffen sich im Sommerurlaub in der Türkei. Linda ist mir ihrer Mutter Gast bei Leylas Familie in Ayvalik und zusammen feiern sie Ramadan. Mit beiden Familien reisen wir durch die Stadt und erleben die traditionellen Ramadan Festlichkeiten, wie die Mitternachts-Trommler und den Kanonen-Schuss nebenbei erfahren wir viel über das islamische Leben im Alltag in der Türkei.Die Darstellungen sind klar und kindgerecht und ohne gängige Klischees.
Nicht nur Kinder können aus dem Buch viel erfahren und lernen, auch ErzieherInnen, VorleserInnen und Erwachsene werden Dinge über den Ramadan erfahren, von denen Sie zuvor nie gehört hatten. Es ist eine große Bereicherung um das Verständnis der Kinder untereinander zu fördern und bietet Kindern, die den Ramadan so oder ähnlich feiern wunderbare Identifikationsmöglichkeiten.
Dieses Buch ist unbedingt für Kitas zu empfehlen, nicht nur für die Kitas die islamische Feste feiern, sondern für alle Kitas im Sinne einer interreligiösen Erziehung. Ebenso für türkischsprachige Kinder, die in Deutschland aufwachsen, aber letztlich doch für alle Kinder bis ins Grundschulalter.
Natascha Fröhlich, Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., Projektkoordination „Wir sprechen Türkisch“, September 2013

Ein Geschwisterchen für die Ameise

Rezension Nr. 1

Hilfe, ein Brüderchen!
Als das Ei aufplatzt, schlüpft daraus ein klitzekleines Ameisenbaby. Ameise ist alles andere als beglückt, denn plötzlich hat sie Mama und Papa nicht mehr allein. Da wäre doch ein neues Fahrrad viel toller gewesen oder eine Taschenlampe. Kaum hat sie etwas, schreit der Bruder herum. Und wenn sie mit Freunden spielen will, hängt er wie ein Klotz am Bein. Doch, als er sie vor dem Bienenfresser rettet, wird Ameise von allen um ihr Brüderchen beneidet…
Dass Geschwister nicht nur nerven, sondern sich auch richtig liebhaben, zeigt diese toll illustrierte Geschichte über kleine Krabbler. Und das Besondere: Das humorvolle Bilderbuch gibt’s auch in Türkisch, Spanisch und Russisch, jeweils mit Deutsch kombiniert, ideal zur interkulturellen Sprachförderung.
Ursula Stecher-Stiening, Lesewelt Ortenau e.V., November 2012

www.lesewelt-ortenau.org/buchtipps/b%C3%BCcher-zur-sprachf%C3%B6rderung/

Klipp-Klapp, die musikalische Klapperschlange

Rezension Nr. 2
Zweisprachige Bücher fördern die Lust am Lesen und helfen Kindern, die eigene und fremde Sprache besser zu erlernen und den eigenen Wortschatz zu erweitern.
Klipp-Klapp, die musikalische Klapperschlange erzählt die Geschichte einer Schlange, die nichts mehr liebt, als mit seiner Schwanzrassel zu klappern. Umso mehr er heranwächst, umso besessener wird Klipp-Klapp von seinem Rasseln, bis ihn sein Vater eines Tages ermahnt, weniger faul zu sein und seine Schwanzrassel nur zu benutzen, um Feinde zu erschrecken.
Die Arbeit seiner Brüder interessiert Klipp-Klapp aber nicht. Er will weder ein Tischler noch ein Mechaniker werden, sondern träumt nur davon, mit seinem Schwanz zu rasseln. Aber niemand will den Klang seiner Rassel hören, der die anderen Tiere erschreckt. Traurig darüber verliert er die Lebensfreude und wird mit jedem Tag dünner und blasser. Seine Eltern beginnen, sich sorgen zu machen und überlegen sich, wie sie Klipp-Klapp helfen können, bis seinem Vater die Idee kommt, ein Musikinstrument zu bauen, das genauso klingt wie seine Rassel. Gemeinsam macht sich die ganze Familie auf den Weg zum Zirkus, wo es viele Musikinstrumente zu finden gibt. Sie hören den verschiedenen Tieren bei der Orchesterprobe zu und bewundern die zahlreichen Instrumente. Aber keines klingt wie Klipp-Klapps Schwanzrassel. Als alle Klapperschlangen vor Enttäuschung mit ihrem Schwanz zu klappern beginnen, ist der Zirkusdirektor Löwe zunächst zwar wütend, hilft aber dann Klipp-Klapp endlich sein Instrument zu finden und Musiker zu werden.
Die Geschichte wird Absatzweise in deutscher und türkischer Sprache wieder gegeben, wodurch die Zweisprachigkeit, was dem Ziel den Inhalt in beiden Sprachen zu erfassen, zu Gute kommt.
Aysel Gürmen erzählt mit Klipp-Klapp, die musikalische Klapperschlange eine ermutigende Geschichte von einer kleinen Schlange, die sich mit der Unterstützung ihrer Familie und von Freunden ihren Traum erfüllt und neue Wege beschreitet, um Musiker zu werden. Auch wenn die Tradition der Klapperschlangen durchbrochen wird und sich Klipp-Klapp nicht wie seine Brüder für einen traditionellen Beruf entscheidet, hilft ihm seine Familie, sein Glück zu finden.
Ein sehr lesenswertes Kinderbuch in deutscher und türkischer Sprache, das sich mit der Suche nach der eigenen Identität überaus positiv auseinander setzt. Die liebenswerten Illustrationen und der einfach gehaltene Wortschatz empfehlen das Bilderbuch als Übungsbuch in zwei Sprachen.
Mag. phil. Andreas Markt-Huter | Lesen in Tirol | Tiroler Bildungsservice | Landesschulrat für Tirol, Mai 2010
http://lesen.tibs.at/node/1606

Rezension Nr. 1
Klapperschlangen sind sicher keine bilderbuchtypischen Helden. Das Problem, das Klipp-Klapp, der kleine Klapperschlangen-Junge hat, dagegen ist verbreitet. Während seine Brüder Klick-Klack und Schlipp-Schlapp brav und angepasst die elterlichen Erwartungen erfüllen, hat Klipp-Klapp nur eines im Kopf: mit seiner Schwanzrassel zu klappern. Die Eltern halten davon nicht viel und versuchen den Jungen auf einen anderen Weg zu bringen. Allerdings führt das nur dazu, dass die kleine Klapperschlange totunglücklich ist. Weil das auch die Eltern nicht wollen, suchen sie nach einer Lösung, die schließlich im Zirkus gefunden wird. Dort entdeckt Klipp-Klapp im Zirkusorchester endlich den Schellenkranz für sich und wird Musiker. Die 2-sprachige Geschichte mit relativ großem Textumfang erzählt auf Deutsch und Türkisch davon, wie der eigene Weg oft nicht einfach ist und vor allem auch Unterstützung braucht. Als kleines Highlight gibt es am Ende noch eine Anleitung zum Basteln eines Klapperschlangen-Schellenkranzes. Gern überall empfohlen, wo Bedarf an deutschtürkischer Lektüre besteht.
Andrea Wanner, EKZ Bibliotheksservice, Begutachtung in der ekz-Publikation ID bzw. IN 2010/15

Das Schokoladenkind

Rezension Nr. 2
Macht Schokolade glücklich?
Süßigkeiten sind für viele Kinder wichtig und falls die Kinder diesen Wunsch nicht erfüllt bekommen, machen sie deshalb schon mal gerne Ärger. Richtig unangenehm wird es für Erwachsene, wenn Kinder vor Publikum anfangen zu schreien und zu brüllen.
Der Favorit unter den Süßigkeiten ist die Schokolade und für Schokolade würden Kinder (und auch einige Erwachsene), wenn sie die Möglichkeit hätten, so einiges dafür tun. Einige Kinder träumen davon, wie schön die Welt wäre, wenn sie die Schokolade zu jeder Zeit zur Verfügung hätten, sei es beim Spiel, sei es beim Erzählen oder sei es im Bett. Dieser Wunsch kann für Kinder in Erfüllung gehen, wenn sie dem Schokoladenprinzen begegnen und jedes Kind kann zu einem Schokoladenprinzen werden. Dafür muss es zwei Voraussetzungen erfüllen:
1. Das Kind muss Schokolade über alles lieben.
2. Das Kind braucht die Krone des Schokoladenprinzen.
Sie glauben, den Schokoladenprinzen gibt es nur im Märchen?
Fast alle Märchen beginnen mit den Worten „Es war einmal …“ und so beginnt auch das Buch „Das Schokoladenkind“ von der türkischen Autorin Aytül Akal. In diesem Märchen wird von einem Kind erzählt, dass dem Schokoladenprinzen begegnet und von ihm die besagte Krone überreicht bekommt. Das Kind braucht sich nur bei jedem Gegenstand, dass es anschaut, an Schokolade zu denken und schon verwandelt sich der Gegenstand in Schokolade, also jedes Spielzeug, jedes Buch und auch das Lieblingskuscheltier…
Das Märchen vom Schokoladenkind wird anschaulich erzählt. Wie bei der in Istanbul lebenden Autorin Aytül Akal üblich, ist nicht nur die Handlung für Kinder interessant, sondern der Text ist auch stilistisch gut ausgearbeitet.
Unterstützt wird die Geschichte mit farbigen Illustrationen von Mustafa Delio?lu. Die inneren Vorgänge des Schokoladenkindes sind in seinem jeweiligen Gesichtsausdruck gut lesbar. Die Bilder sind auf das Notwendigste beschränkt ohne langweilig zu sein.
Falls Sie ein Kind kennen, das Schokolade heiß und innig liebt, dann lesen Sie ihm diese Geschichte vor. Sie können dem Kind es auf Deutsch oder Türkisch vorlesen. Somit kann das Kind den Text in ihrer Muttersprache und Zweitsprache hören und auch Erwachsene können auf diese Art und Weise ihre Zweitsprache verbessern.
Dieses Buch/Heft kann folgende pädagogische Zielvorstellungen unterstützen:
Sprache: Durch den Variantenreichtum der stilistischen Mittel bekommt man ein Gefühl für Sprache.
Zweitsprache: Mit Hilfe dieser zweisprachigen Ausgabe kann die Zweitsprache verbessert werden.
Maß halten: Nicht jede Erfüllung eines Traums kann einen Menschen glücklich machen.
In diesem Heft aus sehr stabilem Papier wird nicht der moralische Zeigefinger erhoben und es wird schon gar nicht über den möglichen Schaden von zu viel Schokoladengenuss erzählt (beispielsweise die rapide Zunahme von Karies), sondern das Märchen zeigt, wenn man von einer Sache im Überfluss hat, dass es dazu führen kann, dass man es nur noch los werden will: Zuviel ist eben auch nicht gut.
Rezension von „Mary Read“, Juni 2013
http://read-mary-read.blogspot.de/2013/06/akal–das-schokoladenkind-dt.html

Rezension Nr. 1
„Es war einmal ein Kind, das Schokolade sehr liebte. Natürlich nicht nur dieses Kind, alle Kinder liebten Schokolade. Doch dieses Kind liebte sie mehr als andere Kinder.“ (3)
Das Kind lässt keine Gelegenheit aus, sich Schokolade zu wünschen und verzichtet lieber auch Spielzeug und Bücher. Bis er eines Tages plötzlich in seinem Zimmer eine Stimme hörte, die einer Schokolade gehörte, die aussah wie ein Kind. Der Schokoladenprinz reicht seine Krone an das Kind weiter, weil niemand auf der Welt Schokolade mehr liebte als es. Das Kind freut sich und setzte die Krone auf, mit der es alles, was es betrachtete, in Schokolade verwandeln kann. Das Kind ist begeistert von dieser neuen Möglichkeit, nimmt aber den Rat des Schokoladenprinzen wenig ernst, dass es die Krone erst dann weitergeben kann, wenn sich ein Kind findet, das Schokolade noch mehr liebt, als es selbst, oder wenn es gelingt die Krone an einem Ort zu verstecken, an dem sie keiner finden kann.
„Wieso sollte ich genug davon haben?“, fragte das Kind, während es in ein Schokoladenbuch biss. „Bin ich denn verrückt? Was kann es denn Schöneres als das geben?“ / „S?k?lmak m??“ demi? çocuk çikolatadan kitaplar? ?s?r?rken. „Deli miyim ben? Bundgan güzel ne olabilir ki?“ (9)
Für das Kind beginnt nun ein Schokoladeschmaus sondergleichen. Was zu Beginn eine Freude ist, wandelt sich zunehmend zu einem großen Schrecken, als sich alles, was sich in seinem Zimmer befindet in Schokolade zu verwandeln und langsam zu schmelzen beginnt. Es bekommt einen Ausschlag und ihm wird jedes Mal übel, wenn es an Schokolade denken musste. Als es eines Morgens in den Spiegel sein Gesicht anschaut und an Schokolade denkt, verwandelt er sich selbst in Schokolade, wie der Schokoladeprinz.
Aytül Akal erzählt anschaulich und mit viel Witz eine Parabel vom Überfluss, was passiert, wenn das rechte Maß verloren geht. Dabei erleben die jungen Leserinnen und Leser mit dem Schokoladenkind mit, wie die Erkenntnis von den gefährlichen Folgen des Übermaßes aus dessen Unglück heraus entsteht. Ein schönes Lehrstück, das durch seinen zurückhaltenden Text und seine aussagekräftigen Illustrationen überzeugt und dabei ganz auf den erhobenen Zeigefinger verzichtet. Die zweisprachige Ausgabe in Deutsch und Türkisch empfehlen das Büchlein ganz besonders für den Einsatz in Kindergarten und Grundschule.
Rezension von Mag. Phil. Adreas Markt-Huter, Lesen in Tirol, 14.1.2014
http://lesen.tibs.at/content/kinderjugend/ayt
%C3%BCl-akal-das-schokoladenkind-%C3%A7ikolata-%C3%A7ocuk

Der Wunschbaum

Rezension Nr. 1
„Es gibt noch viele Wünsche, die der Zauberstab erfüllen kann. Falls ihr herausfindet, auf welchem Schulhof sich jener Baum befindet, dann geht sofort dorthin und sagt ihm euren Wunsch.“ (16)
Eine Fee fliegt zwischen den Wolken umher und entdeckt einen wunderschönen Baum, der sie über alles fasziniert. Nachdem sie mit einem Papierdrachen zusammenstößt, verliert sie ihren Zauberstab, der auf den Baum fällt und von dessen Ästen so verdeckt wird, dass er nicht mehr zu finden ist.
Dem Zauberstab beginnen Knospen, Blüten und Blätter sprießen, bis er ein Teil des Baumes wird. Seine Zauberkraft hat er jedoch nicht verloren. Als sich das alte Ehepaar unter ihrem Baum befindet, hat die alte Frau einen Wunsch.
„Ich wünschte, der Garten würde sich wieder mit Kinderstimmen füllen.“ Der alte Mann erwiderte seiner Frau: „Ja, das wäre sehr schön!“ / „Bu bahçe yine çocuk sesiyle dolsun isterdim!“ demis. Yasli adam da karisina „Bu benim de hosuma giderdi!“ demis. (9)
Der Zauberstab verwandelt den schönen Garten in einen Schulhof und das große Haus in eine Schule und erfüllt somit den Wunsch des Ehepaars, das von nun an von Kindern umgeben und überglücklich ist. Eines Tages besucht eine Schriftstellerin die Schule, spricht mit den Kindern und liest ihre Märchen vor. Gerade als sie unter dem Baum steht, wünscht sie sich ein Kind zu sein, das diese Schule besucht.
Aytül Akals Märchen vom Wunschbaum besticht durch seine märchenhafte, positive Fantasie. Die Zauberkraft die vom verloren gegangenen Zauberstab ausgeht, macht alle, die ihr begegnen, zufriedener. Was vielleicht aber auch an den überaus positiven Wünschen liegen dürfte. Eine liebevolle Geschichte in deutscher und türkischer Sprache, mit schönen Illustrationen. Ein empfehlenswertes Büchlein für zweisprachige Haushalte, Kindergärten, Bibliotheken u.a. das zum gemeinsamen Vorlesen, Nachdenken und Diskutieren anregt.

Mag. phil. Andreas Markt-Huter | Lesen in Tirol , 29-05-2013
lesen.tibs.at/content/kinderjugend/ayt%C3%BCl-akal-der-wunschbaum-dilek-agaci

Das Hochhaus im Wald

Rezension Nr. 1
Sämtliche Tiere unter einem Dach
Kinder können sich stundenlang damit beschäftigen, Häuser aus unterschiedlichen Materialien zu bauen, sei es aus Lego oder Bauklötze. Mit Puppenhäusern zu spielen ist ebenfalls beliebt. Einige Kinder kommen auf die Idee, draußen ein Haus zu bauen, entweder ein Baumhaus oder eine Bude. Ganz alleine eine Bude im Wald zu bauen, ist eher schwierig. Also schließt man sich mit anderen Kindern zusammen, denn gemeinsam kann man solch ein Projekt in die Wirklichkeit umsetzen. Das haben sich einige Tiere im Wald auch gedacht: Lasst uns gemeinsam ein Haus bauen.
Aytül Akal erzählt in der Geschichte „Das Hochhaus im Wald“ sehr eindrucksvoll, mit welcher Begeisterung und Erfindungsreichtum die unterschiedlichen Tiere gemeinsam ein Haus bauen. Die Giraffe beispielsweise setzt mit Hilfe ihrer Schnauze die Steine, der Elefant atmet tief die Farbe in seinen langen Rüssel ein, um sie dann an die Wand zu sprühen. Bald ist das Haus fertig und die Tiere ziehen voller Stolz und Freude in das Haus ein.
Wer schon mal in einer Wohngemeinschaft gelebt hat, ahnt, was bald unter den Tieren geschehen wird: Den Kängurus kann es nie warm genug sein, die Füchse lieben es eher kühl. An den langen Hals der Giraffe hat auch niemand gedacht. Finden die Tiere eine Lösung?
Die Erzählung beginnt mit den Worten „In einem fernen Land“, das lässt uns an Biene Maja erinnern und ähnlich skurril ist diese Geschichte, für Kinder eine perfekte Einladung zuzuhören. Da dieses Buch von Tieren berichtet, gehört es in den Bereich der Fabeln und Fabeln finden Kinder besonders faszinierend und ganz nebenbei erfahren sie von den besonderen Merkmalen der unterschiedlichen Arten, dass sich im Zusammenleben bemerkbar macht. Diese wunderschöne und aufschlussreiche Geschichte wird durch den Schreibstil der türkischen Autorin Aytül Akal – die 1952 in Izmir geboren wurde – zusätzlich unterstützt, denn die Schriftstellerin arbeitet mit längeren Sätzen, die mal durch Haupt- und Nebensatz in unterschiedlichen Varianten (z.B. Relativsatz) miteinander verbunden sind, mal als alleinstehender Hauptsatz in unterschiedlichen Längen. Manchmal werden zuhörende Kinder durch Fragen direkt angesprochen, wie z.B. „Was meint ihr? Sind die Tiere mit ihrem neuen Haus glücklich geworden?“ Das Gespräch der Tiere wird durch wörtliche Rede wiedergegeben. Durch die wörtliche Rede, aber auch durch die Gegenwartsform wird für Kinder eine gewisse Unmittelbarkeit hergestellt, sie sind leicht in die Geschichte mit hinein zu ziehen.
Die gut erzählte Geschichte wird durch Illustrationen von Ayla Deliba? Yetkin gut unterstützt, denn auf den Bildern ist das Wesentliche zu sehen ohne eintönig zu wirken. Für Kinder ist es lustig zu sehen, wie ein Elefant die Hausmauer mit Farbe besprüht. Die anfängliche Begeisterung der Tiere ist eindeutig zu erkennen, ebenso ist auch ihre Zerknirschtheit zu sehen, als sie feststellen, dass dieses Haus ihren jeweiligen Bedürfnissen nicht angepasst ist.
Die Fabel „Das Hochhaus im Wald“ wird in deutsch-türkischer Sprache erzählt unter der Mitarbeit von der Diplompsychologin Dr. Meltem Avc?-Werning, die sich auf interkulturelle Beziehungen spezialisiert hat.
Dieses Buch liegt in Heftform mit etwas dickerem Papier vor und verhilft Kindern zu folgenden Erkenntnissen:
Jede Fähigkeit wird gebraucht: Organisation und Durchführung eines gemeinsamen Projekts unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Fähigkeiten.
Phantasieanregung: Die Phantasie eines Kindes wird in Gang gesetzt durch den Erfindungsgeist der Tiere. Zudem wird durch direkte Fragestellungen an das Kind/die Kinder Ideen freigesetzt, die im Fortlauf der Fabel überprüft werden können, wie nah man an eine Problemlösung herangekommen ist.
Tierwelt: Kennenlernen der besonderen Merkmale der unterschiedlichen Tiere aus unterschiedlichen ökologischen Lebensräumen: leben im Wald (z.B. Füchse), über die Erde kriechen (z.B. Schlange), im Wasser leben (z.B. Fische)
Sprache: Kennenlernen bzw. Intensivierung einer Zweitsprache durch deutsch-türkische abwechselnde Erzählung. Erweiterung der Sprachkenntnisse im Allgemeinen durch ausgezeichnete Sprachgestaltung.
Wie bei vielen Geschichten für Kinder, sollte man nicht den Maßstab der Realität ansetzen. Aus dem Blickwinkel von Erwachsenen kommt schnell die Frage auf, wie solch ein Haus überhaupt halten kann, jeder Statiker würde die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Wenn man über solche Fragestellungen hinwegschaut, werden nicht nur Kinder diese Geschichte lustig finden, auch Erwachsene werden an so einigen Stellen (wahrscheinlich) schmunzeln.

Rezension von „Mary Read“, Mai 2013

Die freche Ampel

Rezension Nr. 2
„Was man beim Verkehr zu beachten hat“
(…) Alle Kinder müssen irgendwann – möglichst früh – die Verkehrsregeln kennenlernen und dafür eignet sich dieses Buch hervorragend, denn Kinder lernen, was Grün und Rot im Verkehr bedeutet und was man jeweils machen oder nicht machen darf. Durch dieses Buch können Kinder begreifen lernen, wozu eine Ampel wichtig ist und warum es wichtig ist, dass diese richtig funktioniert.
Darüber hinaus wird die Phantasie des Kindes angeregt, denn vielleicht überlegt es sich bei der nächsten Ampel, was diese wohl denkt.
Diese Geschichte zeigt aber auch, dass man zwar träumen und phantasieren darf, dass es aber Situationen gibt, in denen man seine Vorstellungen nicht ausprobieren soll, denn das kann unangenehme Konsequenzen haben, unter Umständen, für alle Beteiligte.
Die Illustrationen sind meistens auf einer Seite. Sie sind übersichtlich und einfach gestaltet und dennoch kann man in den Gesichtern ablesen, was in ihnen vorgeht (…)(…)Dieses Buch ist zwar aus Paperback, aber die Blätter sind relativ dick und stabil und fühlt sich beim blättern angenehm an.
Ausschnitt der Rezension von „blaue Blume“, vollständig einzusehen unter:
http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?postid=2182429 (09.01.2011)
http://webcritics.de/page/book.php?id=5545 (16.10.2012)

Rezension Nr. 1
(…) Dieser Band, der 1997 erstmalig in der Türkei herausgegeben wurde, zeigt dreijährigen und älteren Kindern auf, welche Aufgabe eine Ampel hat, was die einzelnen Signale bedeuten und wie sich die Verkehrsteilnehmer zu verhalten haben. Zur Verkehrserziehung also bestens geeignet. (…)
(…) Die Illustrationen von Serap Deliorman sind für Kinder ansprechend gestaltet, denn sie zeigen Fußgänger jeglichen Alters und Autofahrer. Außerdem wird deutlich, was man bei welchem Signal tun soll, denn beispielsweise bleiben bei Rot alle eindeutig stehen.(…)
(…)Der Gesamttext zeigt die Vielfalt einer Sprache: Es sind längere Sätze zu finden mit und-Verknüpfungen, mal kürzere Sätze, mal mit Haupt- und Nebensatz. Die Befehlsform wird angewendet und zwar wenn es um die richtige Verhaltensweise bei bestimmten Farben geht, zum Beispiel bei rot: „Steh!“ . Zusätzlich sind diese Befehle durchweg in Großbuchstaben geschrieben, sodass diese Wörter einem förmlich ins Auge springen. (…)
(…)Dieses Buch erfüllt somit mehrere pädagogische Zielsetzungen:
Verkehrserziehung: Die Verkehrserziehung ist in eine gute Geschichte verpackt und steht dennoch im Vordergrund.
Sprache: Durch die Bedienung unterschiedlicher Satzkonstruktionen bekommen Kinder ein Gefühl für die Anwendung einer Sprache.
Zweisprachig lesen: Ein Kind kann die Geschichte in seiner Muttersprache hören, aber auch in der Zweitsprache und wird sich so in beiden Sprachen sicherer.
Phantasieanregung: Die Phantasie eines Kindes wird durch bestimmte Fragestellungen angeregt, aber auch durch die Art der Bilder.
Ausschnitt der Rezension von Sabeth, Gastrezensentin im Bücherkaffee, vollständig einzusehen unter:
http://buecherkaffee.blogspot.de/2013/01/rezension-sabeth-die-freche-ampel.html (27. Januar 2013)
http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?postid=2182429 (5.12.2012)

Der Elefant, der Masern hatte

Rezension Nr. 1
„Wie schön wäre es, wenn er heute nicht zur Schule gehen müsste und den ganzen Tag schlafen könnte. Wäre er doch bloß krank. Wenn er krank wäre, könnte er den ganzen Tag in aller Ruhe schlafen und es sich gemütlich machen …“ (7)
Eines Morgens will der kleine Elefant einfach nicht aus dem Bett kommen. Trotz aller Zurufe seiner Mutter, die mit der Zeit immer heftiger werden, bleibt er liegen und döst weiter vor sich hin. Er wünscht sich nichts mehr als krank zu sein und daheim bleiben zu dürfen.
Als er einen kleinen Marienkäfer entdeckt, bittet er diesen um Hilfe. Dieser holt schnell seine Freunde, die sich auf den kleinen Elefanten setzen, gerade rechtzeitig, bevor seine Mutter wütend ins Zimmer kommt.

„Als sie aber sah, dass der kleine Elefant überall rote Flecken hatte, rief sie besorgt: „Was ist denn das? Du hast ja Masern!“ Sie sagte: „Du kannst heute nicht zur Schule gehen. Du musst im Bett bleiben.“
„Ama küçük fili her yaninda kirmizi lekeler içinde görünce, „O da ne? Sen kizamik olmussun!“ diye üzüntüyle bagirmis. „Bugün okula gidemezsin, hemen yatmalisin“, demis küçük file. (9)

Als der Elefant endlich wieder allein im Zimmer war, ist der kleine Elefant zufrieden mit seinem Streich und versucht wieder einzuschlafen. Do so sehr er sich auch bemüht, es gelingt ihm nicht und bald schon beginnt es ihm so allein im Bett so richtig langweilig zu werden. Als er seine Freunde gut gelaunt vor seinem Fenster in die Schule laufen sieht, fasst er einen Beschluss.
„Der Elefant, der Masern hatte“ erzählt eine Geschichte, wie sie wohl jedes Kind schon einmal erlebt hat. Manchmal sind wir einfach so müde, dass wir keine Lust haben aufzustehen und am liebsten den ganzen Tag im Bett verbringen würden. Mit viel Witz und Humor zeigt die Geschichte wie es dem kleinen Elefanten zunächst gelingt, im Bett zu bleiben. Sie zeigt aber auch, dass es im Grunde ganz schön langweilig ist, den ganzen Tag nichts zu tun und daheim zu bleiben.
Der Text für die liebevoll erzählte und illustrierte Geschichte liegt auf jeder Seite zweisprachig sowohl in türkischer als auch in deutscher Sprache vor. Ein schönes zweisprachiges Buch, das sich sowohl für das Lesen im Kindergarten, als auch für die Schule und zu Hause eignet.
Rezension von Mag. Phil. Andreas Markt-Huter, Lesen in Tirol, 17. April 2013
lesen.tsn.at/content/kinderjugend/ayt%C3%BCl-akal-der-elefant-der-masern-hatte

Der Ball, der seine Farbe suchte

Rezension Nr. 2
Was für ein aufregender Tag für die kleinen weißen Bälle! Heute sollen sie endlich ihre Wunschfarben bekommen. Kein Wunder, dass sie auf dem Weg vor lauter Freude hüpfen und springen. Und sich natürlich ein bisschen darüber streiten, welche ihrer Farben wohl die schönste ist. Da hat der kleine weiße Ball, der zu spät gekommen ist und daher keine Farbe abbekommen hat, natürlich ganz schlechte Karten! Welches Kind will denn schon einen Ball haben, der so langweilig aussieht? Doch dann hat der freundliche blaue Ball eine tolle Idee …
Das kleine broschierte Bilderbuch erzählt eine heitere Geschichte auf Deutsch und Spanisch, die Kindern ab ca. 4 Jahren anschaulich vor Augen führt: Die Welt ist bunt!
Auch auf Deutsch-Türkisch im bilingualen Programm des TALISA Verlags erhältlich.
stiftunglesen.de I Buchtipp/ 52
https://www.stiftunglesen.de/service/leseempfehlungen/lese-und-medienempfehlungen/buch/52

Rezension Nr. 1
(…)Haben Sie sich schon mal überlegt, wie die Bälle ihre Farben bekommen oder hat Ihr Kind Sie schon mal danach gefragt? Dann werden Sie in diesem Buch eine mögliche Antwort finden.
Die Autorin Aytül Akal hat sich darüber Gedanken gemacht und eine Geschichte darüber geschrieben und nennt ihr kleines Werk „Der Ball, der seine Farbe suchte“. Es beginnt damit, dass alle Bälle keine Farbe haben, sie sind also durchsichtig und eines Tages bekommen sie das Angebot, dass sie sich eine Farbe aussuchen können. (…)
(…) Die Illustrationen von Ay?in Deliba? Ero?lu sind wirklich gelungen. Wenn man die erste Seite der Geschichte aufschlägt, sieht man viele durchsichtige Bälle in unterschiedlichen Größen und alle mit einem Lächeln. Man kann ihnen die Freude darüber, dass sie bald eine Farbe haben werden, sehen und sich mit ihnen freuen. Auch die Farbtöpfe haben jeweils ein Gesicht und der rote Farbtopf freut sich, da seine Farbe so heiß geliebt ist und die anderen Farben sehen eher ein wenig geknickt aus, da sie nicht so begehrt sind. (…)
(…) Kinder können durch dieses Buch unterschiedliche Farben kennen lernen, sie lernen aber auch, wie man sich untereinander helfen kann, wenn jemand zu kurz kommt.
Insgesamt, kann man sagen, ist es eine gelungene Geschichte mit vielen Anregungen, wie beispielsweise, dass man ein Kind fragt, was denn ihre Lieblingsfarbe ist. Am Ende der Geschichte tauchen alle Farben noch einmal auf und damit gibt es eine gewisse Wiederholung und ein Kind kann sich damit die Farben besser einprägen. (…)(…)Dieses Buch ist für Kindergarten aber auch für zu Hause gut geeignet und ist für das Alter ab 3 Jahre konzipiert. (…)
Ausschnitt der Rezension von „blaue Blume“; vollständig einzusehen unter:
http://webcritics.de/page/book.php?id=5547
geschrieben am 17.10.2012

Die kleine Eidechse

Rezension Nr. 3
Mehrsprachige Kinderbücher bieten Kindern eine gute Hilfe, um sich mit einer neuen Sprache vertraut zu machen. Neben dem Erlernen der neuen Sprache müssen Kinder aber weiterhin in ihrer Familiensprache gefördert werden, welche die Basis für alle weiteren Sprachen bildet.
Der deutsche Kinderbuch-Verlag ‚TALISA‘ hat sich auf zweisprachige Kinderliteratur spezialisiert in der Geschichten türkischer Autoren in Türkischer und Deutscher Sprache erzählt werden. Aytül Akals Kinderbuch „Die kleine Eidechse‘ erzählt die Geschichte einer Eidechse, die in einem Wald ein Stück von einem zerbrochenen Spiegel findet, in dem sie sich plötzlich neu als furchterregendes Tier entdeckt. Als die Eidechse ein Krokodil trifft, erkennt sie die Ähnlichkeiten zwischen ihnen beiden und glaubt selbst ein Babykrokodil zu sein. Die kleine Eidechse beginnt sich von den anderen Eidechsen abzuwenden, sie hält sich für etwas besseres, ein Krokodil und beginnt sich nur noch wie ein Krokodil zu verhalten und sich unter Krokodilen zu bewegen. Bis die Krokodile eines Tages ins Wasser gehen um zu schwimmen und die kleine Eidechse mit Schrecken erkennen muss, dass sie nicht schwimmen kann. Sie kehrte ganz schnell zu ihren Eltern zurück. Seit dem Tag wollte sie nur noch eine richtige Eidechse sein. (16) Die Geschichte wird nicht durchgängig in einer Sprache erzählt sondern Absatzweise in deutscher und türkischer Sprache wiedergegeben, wodurch die Zweisprachigkeit, also der Versuch den Inhalt in beiden Sprachen zu erfassen, gefördert wird. Aytül Akals beschreibt parabelhaft die schmerzhafte Suche nach der eigenen Identität, den Wunsch jemand anderes, stärkeres sein zu wollen und wie wichtig es ist, seine eigene Herkunft nicht zu vergessen. Vor allem aber geht es darum die eigenen Stärken zu entdecken, zu erkennen, wer man selbst ist und sich so zu lieben und zu akzeptieren, wie man ist. Ein schönes und lesenswertes Stück zweisprachiger Literatur.
Mag. Phil. Andreas Markt-Huter | Lesen in Tirol | Tiroler Bildungsservice | Landesschulrat für Tirol

Rezension Nr. 2
Ein Beispiel für einen kleinen Verlag, der versucht, in dieser Nische zweisprachiger deutsch-türkischer Kinderbücher einen Platz zu finden, gibt der Talisa-Verlag (www.talisaverlag.de):
Das vorliegende Heft aus dem Talisa-Verlag ist eins von zwölf Heften für Erstleser.
Akal, Aytül: Die kleine Eidechse – Kücük kertenkele. Talisa-Verlag 2006.
Die kleine Eidechse findet eine Glasscherbe und spiegelt sich darin. Als sie kurz darauf ein Krokodil sieht, entdeckt sie die Ähnlichkeiten und behauptet von sich, ein kleines Krokodil zu sein. Erst als sie im Wasser nicht schwimmen kann wie die Krokodile und von einem gerettet werden muss, findet sie sich mit ihrer Identität als Eidechse ab, Der abwaschbare Umschlag zeigt auf dem Titelbild den gefährlich wirkenden Kopf eines großen Krokodils und über ihm in Augenhöhe eine kleine Eidechse im rotweiß gestreiften Höschen (Windelpaket?). Über dem Titel schwirren ein Schmetterling und ein blauer Vogel über das kobaltblaue Cover.
In kolorierten Strichzeichnungen, halb natürlich in der Farb- und Formgebung, halb karikaturistisch, wird die Fabel um die Identitätssuche der kleinen Eidechse erzählt. Motiv und Ausgang sind bekannt, aber die Träger der Geschichte sind neu und anregend in der Gegenüberstellung von Krokodil und Eidechse.
Auch die Sprachform lehnt sich dem Fabel-Muster an, was der Autorin gut gelingt. Denn sie verwendet geschickt eine Sprachform, die den Kindern vertraut ist, baut beschreibende Adjektive ein – wenn sich die kleine Eidechse bespiegelt. Die kleinen Dialoge im Text eignen sich gut zum Vorsprechen und Nachspielen, so wie der ganze Text gut geeignet ist für den Einsatz in zweisprachigen Gruppen.
Die fehlenden Vertriebswege gerade für die kleinen Verlage machen es ihnen oft sehr schwer, ihre Produkte richtig zu vermarkten. Wie sollen sie in die Hände der türkischen Eltern und Kinder gelangen und nicht nur in die engagierter LehrerInnen und ErzieherInnen in Sonderprojekten?
3 | 2008 © www.julim-journal.de • Nachdruck frei unter Angabe der Quelle • Seite 9 von 9 (AJuM Berlin)

Rezension Nr. 1
„Warum versuchst du jemand anders zu sein als du bist?“ fragt das gewaltige Krokodil – ausgestattet mit mächtigem Schwanz und scharfen Zähnen – die kleine, unscheinbare Eidechse.
Die türkische Autorin Aytül Akal fokussiert die Geschichte einer kleinen Eidechse, die unbedingt ein Krokodil sein möchte, auf diesen Kernsatz. Sicher nicht zufällig zieht sich die Botschaft, „steh zu dem, was du bist“ durch dieses zweisprachig abgefassten Kinderbuch: die kurzweilige Geschichte mit den ansprechenden Illustrationen ist sowohl auf Deutsch als auch auf Türkisch abgedruckt.
Vor allem für Erstleser mit Migrationshintergrund ist es damit auch ein gutes Hilfmittel, um sie beim Lesenlernen zu unterstützen. Aytül Akal hat übrigens bereits mehrere zweisprachige Kinderbücher im Talisa-Verlag eröffentlicht.
Karin Mayer, Österreichischer Kinderschutzbund – Verein für gewaltlose Erziehung
www.kinderschutz.at/rezensionen/kinderbuch/eidechse.html

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